Ein letztes Mal, so ist es jedenfalls geplant, tritt Shawn Carter mit einem Album in die Öffentlichkeit, und damit dies auch ein würdiger Abgang für seine herausragende Karriere wird, ist das Album ganz in schwarz gehalten und auch so betitelt. So wirklich glauben kann aber kaum jemand, dass sich einer der erfolgreichsten und meist respektieren Rapper überhaupt aus dem aktiven Geschäft zurückzieht. Für sein letztes Album hat er noch mal alles aufgeboten, was für ihn aber auch kein Problem gewesen sein sollte, die Top-Produzenten Neptunes, Just Blaze, Aqua, Rick Rubin, Buchannas, Kayne West, Eminem, DJ Quick, 9th Wonder und Timbaland auf einem Album zu vereinen. Erfreulicherweise hat er diesmal aber ausschließlich auf Klasse und nicht auf Masse gesetzt, „nur“ 12 Songs bietet das Album, plus „nur“ einem Interlude zu Beginn und einem in der Mitte. Und diese Songs gehen keine Experimente, sondern einfach nur Rap und den bekannten Jay-Z in Perfektion. Überraschungen gibt es dabei zwar nicht, mit „The Black Album“ setzt Jay-Z keine neuen Maßstäbe mehr, aber das hat er auch nicht mehr nötig. Hier wird einfach nur guter Rap geboten, ohne Umschweife, ohne Überflüssiges, die konzentrierte, hochprozentige Jay-Z Ladung zum Abschluss. Wertung 8/10.