Seinen Thron hat er schon verloren, 50 Cent zog in großen Sätzen an ihm vorbei. Vielleicht auch deshalb seine Überlegungen, das Rapgeschäft zu lassen und Schauspieler zu werden. Nun ist er aber doch noch mal zurück um das Murder Inc Imperium zu retten, mit dem vielsagenden (oder nichtssagenden) Titel „Blood In My Eye“. Schon das Cover macht einen anderen Eindruck als bei den vergangenen vier Alben, macht Ja Rule nicht mehr auf Ober-Pimp? In der Tat scheint einiges verändert, vor allem die Beats, die durchschnittlich und altbacken wie selten klingen. Selbst die Single „Clap Back’“ wirkt da müde. Da muss schon Sizzla auf „The Crown“ einspringen, aber auch da haben wir schon bessere Dancehall Tracks gehört. Viele der Songs kommen ohne Feature aus, Homie Hussein Fatal ist zwar auf mehreren Nummern dabei, ansonsten gibt es aber nur drei weitere Feature Tracks, bei denen u.a. Caddilac, Tah & James Gotti, Young Merc, Shadow, Black Child und Sekou 720 auftreten. Man hört sich so durchs Album und vermisst zunehmend die Höhepunkte, selbst die besseren Songs wie „Things Gon’ Change“, „Race Against Time II“, „The INC is back“ oder „Niggas & Bitches“ können nicht an Ja Rule und Murder Inc Glanzzeiten anknüpfen. Der einst so helle Sterne über dem Rap-Imperium ist verblasst, Erfolge muss jetzt Ashanti bringen. Wertung 4/10.