Auf dem gesättigten New Metal Markt sind Überraschungen
immer gut, Hypnogaja sind so eine. Ihrer Musik hört man an,
dass sie keine ganz junge Band mehr sind, Crossover Anleihen und
gewaltige Riffs gehören ins Konzept, elektronische Klangteppiche
zeugen aber auch von modernen Einflüssen. 1999 debütierten
sie mit „Revolution“, trotzdem dürfte die Band
den meisten unbekannt sein. Das jedoch stimmt so nicht ganz, denn
Hypnogaja lieferten nicht nur den Sound für diverse Kinofilme
sondern waren auch in den großen amerikanischen Serien vertreten,
Felicity, Dawson’s Creek, Sex and the City oder Melrose Place,
die Liste ist fast endlos. Das Gespann setzt sich aus Sänger
ShyBoy zusammen, dazu kommen Gitarre, Bass, Drums und Keyboard.
Los geht „Bridge To Nowhere“ mit dem grandiosen „Need
To Believe“, ein richtiger Hammer der aber mehr an Alternative
Rock als an Metal erinnert. Auf den weiteren Songs fließen
jedoch auch die elektronischen TripHop Einflüsse ein, was dann
ein wenig an Filter erinnert. Abwechslung wird groß geschrieben,
jeder Track präsentiert sein eigenes Profil. Dazu wird es bei
dem Fünfer aus Los Angeles auf mal funky, so auf „Time
(Goes On)“, Oldschool Vibes treffen hier mit Raps zusammen.
Hypnogaja ziehen alle Register und bedienen so alle Sparten, (New)
Metal, Alternative Rock, Funk, Crossover und TripHop. Diese Band
braucht die Welt. Wertung 9/10.