Solo hat Harris, zusammen mit Dean ein Spezializtz, schon zu Def Jam Zeiten releast. Allerdings hat es damals nur zu einer EP gereicht, dann war Def Jam pleite und wir mussten uns jetzt einige Jahre gedulden, wieder ein Lebenszeichen des Berliner Dirty-Style MC's zu hören. In der Folgezeit machte Harris vor allem durch viele Features und sein intensives Clubbing quer durch Deutschland als DJ Binichnich auf sich aufmerksam. Dies prägt auch sein erstes Solo-Album, „Dirty Harry“ ist in erster Linie ein astreines Partyalbum mit club-tauglichen Electro-Beats. Wer noch die „G.B.Z.-OHOLIKA“ Alben der Spezializtz in den Ohren hat, wird hier sicher nicht auf gleiches treffen. Harris kickt solo andere Styles, hier vor allem partymäßiges, und auch die Beats unterscheiden sich deutlich von den alten Produktionen. Trotzdem werden wohl alle Harris Fans auf ihre Kosten kommen, auch wenn er nicht unbedingt seine persönliche Seite offenbart. Stattdessen kickt er Tracks wie „Sind wir nicht alle ein bisschen Jiggy“, „Wir wollen Harris“, „Das was wir woll'n ist Party“ oder den 50 Cent Remix „I'mm Club“ (Original „In Da Club“). Highlight ist sicherlich „Königlicher Groove“ mit Sha Karl, Smoke, Germany und Italo Reno. Mehrfach blicken auf dem Album lässt sich auch Harris' Frau Bintia. 15 Tracks gibt es, wie man sie so bestimmt noch nicht in Deutschland gehört hat. Wer sich daran gewöhnen kann, wird seinen Spaß haben. Wertung 7/10.