Ich muss gestehen dass mich beim ersten Hören Ghost Cauldron,
in anderen Worten DJ Kaos (Terranova) und Ce.el, schon etwas geschockt
haben, nicht weil sie mir Angst eingejagt hätten sondern eher
weil sich meine Ohren an diesen Plastik-Beats störten. Und
um es deshalb schon vorweg zu sagen, "Invent Modest Fire"
ist keine Platte für jedermann, zumindest 5 Tracks sind äußerst
gewöhnungsbedürftig und streitbar. Gruselige Melodien
treffen auf düstere Beats und vereinen sich irgendwo an der
Schnittstelle zwischen Electronic, HipHop und Rock. So könnte
"Only At Night" mit den Raps von Priest auch wie aus den
Charts wirken. Bei "See What I've Become", wo Nick Taylor
seine Stimme einsetzt, wird es dagegen ruhiger und Ghost Cauldron
präsentieren eine andere, Geigen-weiche Seite. Völliges
Kontrastprogramm. So geht es auch weiter, zwischen entspanntem Loungen
und Computerspiel-Soundtrack-Spannung. Für weitere HipHop Einflüsse
sorgen Anti Pop Consortium auf "Fear" und Apani B Fly
auf "Whole World". Wer sich auf diesen Spagat einlassen
will wird eine Stunde lang bestens bedient. Wertung 8/10.