Ruhig wurde es um Life of Agony und Keith Caputo
irgendwie schon. Erst Recht nach seinen Solo-Alben auf Roadrunner.
Es folgte eine EP unter dem Namen Perfect Little Monster, die aber
kaum bekannt wurde. Völlig aus dem Himmel heraus gefallen kommt
jetzt auch das Album von Freax, einer Band aus Florida, der sich
Keith Caputo angeschlossen hat. Und wenn man das Album überhaupt
bekommt, dann nur über die Homepage von Keith. Freax heißen
die Band und das Album nicht umsonst, denn es richtet sich an alle
„fuckin freax“ die mit Latex, Fetish und Bdsm in Verbindung
stehen, was sich in Artwork und Texten wiederspiegelt. Die ersten
Töne des Openers „Surprise, Surprise“ erinnern
ein bisschen an Life of Agony Riffs, ansonsten findet man in dem
wilden Mix aus New Metal, Grooves, Industrial, Crossover und Alternative
aber kaum etwas Bekanntes wieder. So freakig und abwechslungsreich
geht es auch weiter, Caputo’s typischen Gesangsstil bekommt
man erst auf dem vierten der fünfzehn Songs, „Pale“
zu hören. Dieser erinnert dann auch eher an die soften Solo-Werke
„Died Laughing“ von Keith Caputo. Die gleiche Richtung
schlägt auch der nächste Track „Human Comedy“
ein. Das bleibt aber die Ausnahme, überwiegend bieten die Freax
jedoch einen schrägen und härteren Stilmix, und das Ganze
ist auch recht rough abgemischt. Damit lässt sich dieses Album
auch schwer einordnen, vor allem in Keith’s bisherige Laufbahn.
Aber es lohnt sich garantiert, weil musikalisch interessant und
abwechslungsreich, und ist Pflichtprogramm für seine Fans und
alle angesprochenen „bdsm freax“. Wertung 8/10.