Das neueste Release von I LuvMoney /Crackhaus F.A.T.
– Drive y in E-Moll ist draussen. Mo$$ad, Kim G, Lord Roxz
und Elite kicken 16 Tracks Gangsta Rap über Down South Beats,
die einen an 3 6 Mafia oder Dayton Family erinnern lassen, sehr
düster, sehr Synthie und bisher meines Erachtens noch nie so
da gewesen in Deutschland. Die Beats sind zwar sehr facettenreich
und bieten Abwechslung (vor allem das totale kranke „Coffe
Shop Mafia" oder „Mach was du denkst"!) doch die
Themen über die gerappt werden halten sich im Rahmen von Frauen,
Drogen, Party, Geld und Gangbang. Da aber alle 4 Rapper wissen was
sie machen, wird nicht über Beats geholpert oder rumgestottert
und die Raps der einzelnen Mitglieder gehen auf jeden Beat sehr
gut klar und flowen auch gut. Nur die Gesangsparts wie bei „Ganbangaz
RMX" oder „Nur für meine A.T.Z.E.N" sind ziemlich
nervig und machen die Tracks meines Erachtens kaputt. Vielleicht
wurde hier zu weit über den Teich geguckt da sowas in Englisch
einfach besser klingt. Besonders düstere Tracks wie „F.A.T
Miliz", „Du hast Angst" oder „Mit der Tek"
ragen heraus da hier wirklich Flow und Harmonie perfekt zusammenkommen.
Zwar sind Tracks wie „Messastich" auch recht gut, nur
kommen die Tracks wo alle F.A.T Members einen Part haben besser,
da hier mehr Styles geboten werden und damit verbunden auch Abwechslung.
Partymässig sind zwar weniger Tracks dabei obwohl es im Track
„Gangster tanzen nicht" um Party geht und der Beat auch
gut rockt aber zum bouncen zu dunkel ist. Und das ist auch gut so.
Es lässt sich auf jeden Fall sagen das dieses Album das erste
seiner Art ist und locker Alben wie „keine Liebe für
ne' Biatch von Playa Smoove oder „Soldiers of Darklife"
in den Schatten stellt. Da einfach die Rapper viel mehr Talent haben
und nichts aufgedruckt wirkt. Wer also Innovatives hören will
und Neues im sowieso schon toten RapDeutschland sucht, dem sei dieses
Album auf jeden Fall empfohlen. Wertung 8/10.