Extol führen die alte norwegische Black Metal
Tradition nicht fort, zum Glück, dafür verlässt sich
das Quintett auf seinem neuen Album „Synergy“ liebe
auf hochwertiges Songwriting und technische Finessen. Das dritte
Album der Band setzt auf scharfe Gitarren-Riffs, gespannte Melodiebögen
in den Refrains und einen Gesang, der zwischen Death und Trash der
späten 80er liegt. Dies tun sie mit neuer, alter Besetzung,
Gitarrist Ole Børud kehrte ins Line-Up zurück und steuerte
auch die backing vocals bei. In erste Linie ist „Synergie“
ein hartes Brett, dieses setzt aber nicht nur auf Speed und vor
allem die Riffs lockern die Songstrukturen auf und machen sie interessant.
Der Groove überzeugt, verschiedene Tempi-Wechsel halten die
Spannungen und sorgen auch für genug Variationen zwischen den
Songs. Einen schönen Kontrast bildet „Aperture“,
ruhig, akustisch, fast schon eine Ballade in die man kurz vor Ende
des Albums noch wie in einen Strudel gezogen wird. Danach sorgen
zwei Nummer für den standesgerecht harten Abgang der Norweger,
von denen man hoffentlich noch oft hören wird. Wertung 8/10.