Eine weitere Band macht sich auf die Alternative-Rock Szene aufzumischen.
Das Rezept ist nicht neu: Eine junge, weibliche Sängerin, viele
Melodien und ein Schuss Mystik. Mit Unterstützung von Produzent
Dave Fortman (Boy Sets Fire) wurden 11 Songs zwischen handfestem
Rock und Balladen geschaffen. Ein Instrument ist dabei stets dominierend,
gleich ob es von Gitarren oder Piano Klängen begleitet wird,
und das ist die Stimme der 20-jährigen Amy Lee. Abwechslung
hat das Album durchaus zu bieten, das führt aber auch mit sich,
dass nicht jeder Song gelungen ist. "Bring Me To Life"
klingt so z.B. wie ein Linkin Park Song gestrickt, was im Ergebnis
wenig überzeugend ist. Für mich ein Rätsel, warum
genau dieser Track als Single ausgekoppelt wurde. Die anderen Songs
von "Fallen" können aber durchaus fesseln, und immer
umso mehr wenn sie sich vom New Metal abwenden und in Richtung Noise-Pop,
Dark Wave und Gothic tendieren, was aber nicht heißt, dass
die ruhigen die besten Momente des Albums sind. Übrigens, Evanescence
würden wohl kaum so viel Aufsehen machen, wenn sie nicht aus
Amerika kämen. Aus Skandinavien schwappen nämlich fast
wöchentlich neue Bands mit diesem Stil zu uns herüber.
Wer hier dran Gefallen gefunden hat kann sich auch mal dort umsehen.
Lohnen tut sich Beides. Wertung 7/10.