Drei Alben hat Erykah Badu jetzt gemacht, keins
davon gleicht dem anderen. So geht die Ausnahmekünstlerin auch
auf ihrem dritten Werk „Worldwide Underground“ wieder
neue Wege und macht sich frei von allen Normen und Konventionen.
Nachdem ihre Musik in der Vergangenheit oft als Neo-Soul bezeichnet
wurde, so könnte jetzt vielleicht das Wort Free-Soul passend
sein. Zart und weich entfalten sich die 11 Tracks, ohne jede Anspannung
oder Eile. Man fühlt sich fast wie in einem zeitlosen Raum.
Während ihr altes Material immer noch eingängig und radiotauglich
aus den Boxen strömte, so muss man ihren neuen Stil eher als
avantgardistisch und experimentell beschreiben. Ein Beispiel ist
der Song „I Want You“, der nur mit sehr wenigen Elementen
und interessantem Rhythmus-Aufbau arbeitet. Allerdings gibt es auch
andere Phasen auf dem Nachfolger-Album von „Mama’s Gun“;
„Woo“ bringt HipHop Vibes und Raps gibt es auch auf
„The Grind“. „Worldwide Underground“ ist
ein bemerkenswertes Album, nicht massenkompatibel aber unerreicht
schön. Wertung 9/10.