Neben 4Lyn sind die Münchner Emil Bulls die
einzige deutsche Band, die es geschafft hat im New Metal Hype der
späten 90er nach oben zu kommen. Mit ihrem Major Debüt
„Angel Delivery Service“ Im Jahre 2001 hat sich die
Band den Grundstein gesetzt auf den sie aufbauen kann, und das völlig
befreit wie man merkt. „Porcelain“ hätte als Titel
vielleicht auch zum Vorgänger gepasst, jedoch merkt man klare
Unterschiede zwischen den Alben, und nicht nur das unschuldige Weiß,
in welches das neue Artwork gekleidet ist, ist ein Indiz hierfür.
Eine gewisse Leichtigkeit zieht sich nur die 13 Songs, die natürlich
noch mit harten Gitarren und schmetterndem Groove rocken, gleichzeitig
aber irgendwie zu schweben scheinen und ihren Melodien und ihrem
Gesang fast poppig wirken. Einen der Tracks herauszuheben fällt
schwer, es ist auch nicht unbedingt die Single „This Day“
die man erwähnen sollte, eher bildet das Album eine Einheit,
die Songs wirken wie aus einem Guss und fließen ineinander
über. Damit ist den Emil Bulls eine starke Leistung geglückt,
die nicht so aufgesetzt wirkt wie noch bei „Angel Delivery
Service“ sondern weitaus erwachsener. Wertung 8/10.