Angriff ist die beste Verteidigung denkt sich Ex-Gladbacher und Ex-Kool Savas Homie Eko und hält sich auf seinem ersten Album in Bezug auf Gegenattacken, als stände er mitten im Kreuzfeuer, nicht zurück. Kaum ein Song, in dem er sich nicht auf Disses bezieht. Gleichzeitig bietet er aber auch genug Anlass zur Kritik, sein Flow ist mehr als holprig, und die Beats sind mehr als oft offensichtlich kopiert und geklaut, egal welcher der zahlreichen Produzenten, u.a. DJ Ses, gerade am Werk war. Das führte gar soweit, dass ein Song, die Single „König von Deutschland“, Rio Reiser Cover, keine Freigabe für das Album bekam. Andererseits hat „Ich bin Jung und Brauche das Geld“ auch viele positive Seiten. Eko hat seinen Titel „Fresh“ redlich verdient, kein anderer MC hat einen ähnlichen Style, und auch die Produktion ist fresh und kräftig bouncend. Niemand kann sagen, die Beats würden nicht rocken und wären nicht abwechslungsreich. Inhaltlich geht’s wie schon erwähnt fast immer um dasselbe, „Hass“ ist die Devise. Ansonsten will Eko auch keine Girls verschmähen „Zeig Dich“, und Parties lässt er auch nicht aus „Afterparty“. Ein bisschen sinniert Eko aber auch über ernstere Themen und seine türkische Abstammung, „Player 4 Life“ featuring G-Style und „4 Türken“ featuring Anti Garanti und Valezka sind solche Tracks. Weitere Gäste sind u.a. Summer Cem, J-Luv und Joe Budden, RZA spendierte die Produktion von „Der Don“. Dazu gibt es auch noch einen türkischen Track, „Dünya Dönüyor“ featured Azra und Resul Barini. Eko Fresh wird mit seinem ersten Album bestimmt seine Fans finden, genauso wie seine Hater, genauso wie er es will. Wertung 7/10.