Delbo gehören zu den queren Indie-Rock Bands
in Deutschland, denjenigen, bei denen man nie so richtig weiß
wo vorne und wo hinten ist, bzw. innen oder außen wenn man
es anhand ihres zweiten Albums betrachtet. Die Berliner erschaffen
Rätsel, wenig erfährt man über die Band, auch die
Songtitel geben selten auf den ersten Blick Aufschluss, „Fanfare“,
„19er bitte“ oder „sei bewegt“ als Beispiel
genannt. Die Musik ist mal verspielt poppig, mit süßen
Melodien und ruhigen Minuten, mal aber auch rockig und sperrig.
Der Sound klingt roh und ungeschliffen, irgendwie improvisiert.
Es sind die kleinen Geschichten die auf „Innen/Außen“
begeistern, eine Alltagsband sind Delbo aber nicht. Entspannt und
relaxt kann man die 11 Songs nicht genießen, um hier mitzukommen
muss man sich konzentrieren und dem Verlauf aufmerksam folgen. Eine
Schwäche? Wertung 6/10.