Wenn das Label Jazz Fudge eine Band signt, so kann
diese keine 08/15 Musik machen. Bei Dark Circle gilt das schon formal,
die beteiligten MC’s, Producer und der DJ kommen aus England
und Deutschland. Das führt auch dazu, dass man sowohl deutsche
als auch englische Raps auf den einzelnen Tracks des Debütalbums
„Civilians“ zu hören bekommt, am Anfang ist dies
gewöhnungsbedürftig, da man immer gleich an Features denkt.
Die Beats sind hart und dunkel, ebenso so die Samples, die mit den
punktierten Scratch-Einlagen ein dichtes und tiefes Gesamtbild prägen.
Dass das an den generellen UK Style erinnert ist wohl nicht zufällig.
Inhaltlich geht es oft politisch zur Sache, nicht nur auf „Smoking
Bush“ oder dem Europa-verbindenden „Eurostars“.
Hierbei können auch beide MC’s überzeugen, Anik,
der mal in Deutschland lebte, und Hoyke der aus Deutschland kommt,
jetzt aber in England lebt. Vorwerfen kann man dem Album nur seine
relative Monotonie, zumindest beim vordergründigen Hören
erscheinen alle Songs wie Einfluss, andererseits kann man das der
Geschlossenheit des Albums anrechnen, das Niveau bleibt durchgängig
gleich hoch. Ein absolut interessantes Album weitab vom Rap Mainstream.
Wertung 8/10.