Es ist schon einige Jahre her, dass das Debüt „Gottes Werk und Creutzfelds Beitrag“ von einer der einflussreichsten Ruhrpott Crews erschien. Die deutsche HipHop Szene begab sich dann in die Krise, Creutzfeld und Jakob in Tiefschlaf. Um sie herum brach alles weg, auch ihr altes Label, die Ruhrpott Institution Put da needle. Jetzt sind die Wittener erwacht, aufgestiegen zum Major-Riesen Urban Records, mit völlig neuen Styles am Start. Nein, die Alten sind Flipstar, Laki, Till Tomorrow und DJ Edeldawg wirklich nicht mehr. So geht es auf dem zweiten Album auch direkt los mit jiggy Beats, Creutzfeld cruisen, besser als es andere versucht haben, sie representen den Pott, aber höchstens der Rapstyle und der Style der Sounds sind noch gleichgeblieben. Aber andersherum, es gibt auch kaum noch andere, die den alten Ruhrpott Style representen. Dagegen greifen Flipstar und Laki jetzt mit R’n’B Hooks an, egal ob auf „Mit meinen Jungs“, „Sterne“, „Engel in LV“ oder „Fresh, Grimy and Raw“. Nun, einen totalen Cut haben Witten Finest dennoch nicht gezogen, Tracks wie „Hoch und Runter“ oder „Heut Nacht“ erinnern von den Texten und vom Flow nach stark an die alten Zeiten. Insgesamt ist „Zwei Mann gegen den Rest“ jedoch auf jeden Fall das Album zum Auto fahren und abgehen, die Texte drehen sich um Chicks, Bitch’es, Club und Nightlife. Dabei ist aber zu betonen, dass Creutzfeld und Jakob zeigen, dass dies auch mit Anspruch geht. Die Jungs haben mit ihrem neuen Album viel Mut bewiesen, aber ohne diesen geht es momentan auch nicht mehr. Wertung 9/10.