Drei Jahre nach ihrem letzten Album „Alone in a Crowd“ sind Catch 22 wieder zurück, und mit „Dinosaur Sounds“ übertreffen sie überraschend alle Erwartungen. Schon der erste Song des Sextetts aus New Jersey, die seit 1997 bei Victory gesignt sind, entwickelt sich zur Hitnummer. „Rocky“ ist in erster Linie ein Punkrocksong, der sich schnell und unkompliziert ins Ohr einhämmert, so prägnant habe ich Catch 22 noch nie gehört. Im weiteren Verlauf nehmen die Ska-Elemente mit Posaune, Trompete und Saxophon aber deutlich zu, „Dinosaur Sounds“ ist wie erwartet eine Gute-Laune und Party Platte. Es ist bewundernswert, mit welcher Leidenschaft Catch 22 ihre Songs wie „Motown Cinderella“ performen, alles wirkt ausgefeilt und dazu kommt der druckvolle Sound. Langweilig wird es dabei nie, Ryan Eldred und seine Mannen liefern hier Unterhaltung der obersten Klasse, große Emotionen für endlose Nächte. Dabei darf man nicht verschweigen, dass das Album im Mittelteil auch einige durchschnittliche Passagen hat, aber Songs wie „Dripping Faucet“, „So Cold“, „Lamont’s Lament“ und „Regression“ entschädigen für alles. Nachdem die Mad Caddies mit ihrem neuen Album etwas geschwächelt haben, gehört die Krone jetzt Catch 22. Wertung 8/10.