Buju Banton –
Friends For Life
Anti / Epitaph / SPV VÖ: 03.03.2003
Trotz seiner Erfolge konnte sich Buju Banton in
Jamaika nie so ganz durchsetzen und aus der Kritik kam er auch nie
ganz heraus. Das soll jetzt mit seinem neuen Album „Friends
For Life“ anders werden, den Dancehall lässt er überraschend
(fast) links liegen und setzt jetzt ganz auf Roots-Reggae. Zumindest
wenn man das neue Werk im Vergleich mit den Vorgängern wie
„Unchained Spirit“ sieht. Denn ganz kann Banton den
Dancehall doch nicht lassen, und so startet der Opener „Paid
Not Played“ mit Hardcore Ryhmes. Für die Produktion dieses
Tracks zeichnete sich übrigens Troy Rami verantwortlich, der
auch schon an Sean Paul’s „Gimme The Light“ werkelte.
Ab Song 3 geht’s dann aber los mit Lovers Rock, und hier kann
mich Banton echt begeistern. Die insgesamt 19 Tracks zeigen eine
bunte Mischung quer durch das Style Universum von Mark Anthony Myrie
aka Buju Banton, darunter viele ausgezeichnete Nummern, wobei wie
angesprochen vor allem die Stücke in Richtung Roots überzeugen.
Beteiligt an den Songs waren u.a. Sly Dunbar, Robbie Lyn und Steely
& Clevie. Die Vielfalt bringt jedoch auch ihre Probleme mit
sich, als Album glänzt „Friends For Life“ weniger,
weil die Geschlossenheit fehlt. Trotzdem Respect für dieses
Werk! Wertung 7/10.