Irgendwie ist der große Hype um Blink 182 verblasst, und so kommt das neue Album auch unspektakulär durch die Hintertür. Keine aufregende Verpackung wie bei den letzten Werken, noch nicht mal einen richtigen Titel trägt das neue Werk. Auch die 15 Songs des Albums bieten keinen richtigen Blink 182 Party-Pop-Punk mehr, die Texte sind reifer, das Songwriting komplexer, der Sound vielschichtiger. Klar hat die Single & Opener „Feeling This“ noch Hitqualitäten und einen eingängigen Refrain, aber im weiteren Verlauf weichen die alten Schemata und geben den Platz frei, für härtere und verschachteltere neue Strukturen, wie auf „Obvious“ oder „Stockholm“. Dazu kommt mit „All Of This“ eine Ballade, die mit The Cure Frontmann Robert Smith eingesungen wurde. Das heißt aber nicht, dass Blink 182 ihren Pop-Appeal verloren hätten oder insgesamt härter wären. Andersherum gibt es auch ruhige, elektronische Stücke wie „Down“. Im Grunde aber bleiben Blink 182 auch in ihrem zehnten Jahr dem Punk treu, fragt man sich nur, wo der Erfolg bleibt? Kommt dieser auch ohne das Teenie-Image? Wertung 7/10.