Schon mit dem Vorgänger-Album „Bridging
the Gap“ setzen die Black Eyed Peas die Erwartungen an funky
HipHop mit in anspruchsvollen Lyrics ziemlich hoch. Seit dem hat
sich viel geändert, zumindest aber verspricht die Band mit
ihrem Album „Elephunk“ wieder gleiches, den Funk. Geändert
hat sich vor allem die Besetzung, Sängerin Fergie kam hinzu
und brachte den Pop-Appeal in den Sound. Insofern dürfte die
erste Single „Where is the love“ manchen alten Fans
sauer aufstoßen, zumal dort auch Justin Timberlake dabei ist.
Verunsichern lassen sollte man sich davon nicht, allerdings sollte
man auch begreifen, dass die BEP nicht mehr den gleichen HipHop
Stuff wie früher kicken sondern ihren musikalischen Horizont
erheblich erweitert haben, auch in Richtung Pop. Fergie passt sich
wundervoll ins Bandgefüge ein und verleiht den Songs zusätzlichen
Reiz, man möchte sie nicht mehr missen. 14 Songs sind zusammengekommen,
darunter mehrere potenzielle Singles. Für jeden Geschmack dürfte
etwas dabei sein, on eher noch klassische und straighte HipHop Nummern
„Let’s get retarded“, Dancehall Vibes „Hey
Mama“ oder nahe gehender Soul & R’n’B wie
auf „Shut up“ oder „Sexy“. Dazu gibt’s
dann noch kräftigen Rock auf „Anxiety“ mit Unterstützung
von Papa Roach. „Elephunk“ ist mit Sicherheit nicht
das straighteste und schwerstverdauliche HipHop Album des Jahres,
die Raptechnik der Black Eyed Peas ist aber mal wieder überragend
ebenso wie die Produktion, überboten wird diese Leistung dieses
Jahr wohl kaum mehr. Wertung 9/10.