Beatfabrik präsentiert Panz Dominanz und Promolle.
Ein Doppelalbum, das mit neun Tracks von Panz Dominanz anfängt.
Hinter diesem Namen stecken Prinz Porno und Kobra, die mit einem
eher schlichten Intro beginnen. Es folgt der erste Track und ich
würde sagen dass damit locker an das ältere „Wordshots“
Album angeschlossen werden kann. Nicht nur dass der Beat alles bombt,
die Rap’s bleiben auch nicht ohne. Für Deutschland sieht
es schlecht aus, wenn Zeilen wie „Du willst das ich beim rappen
Namen nenne, doch leider hör ich keinen deutschen Rapper deren
Namen ich kenne“ kommen. „Basis Beatfabrik “ ist
eine Rap-Story, die von einer Flucht handelt, auch wenn hier hektisch
und aggressiv gerappt wird, erinnert der Track an „Flucht
in Ketten“ von Creutzfeld und Jakob. Dieses Doppelalbum ist
ein weiterer Beweis dafür, dass dieser Porno einfach zuviel
schreibt. Doch wirklich alles was er schreibt wird ein Erfolg, manchmal
mehr, manchmal weniger. Daher ergriff Kobra hier seine Chance sich
zu beweisen, und dies schafft er ganz ruhig, rappt über alles
und lässt „Dampf“ ab. „Geschmack“ ein
Track in welchem die beiden als Dreamteam nur so glänzen, in
diesem wird erzählt wie sie zu Rap fanden und räumen nebenbei
auch etwas in Deutschland auf. So gibt es wirklich Bomben-Battle
Tracks in denen Kobra versucht besser zu flown als Porno, und Porno
versucht besser zu flown als Kobra. Das ganze ist dann unter „Mein
Feind“ zu finden. So ziemlich jeder Track ist erwähnenswert.
Somit sticht auch der letzte „Wind“ hervor, dort geht
es um das Leben. Durch die ständige Anrede des Hörers
fühlt man sich sehr angesprochen und findet sich gerade deswegen
so oft wieder. Wer wollte sich nicht „schon mal einfach daneben
benehmen um zu sehen was passiert?“. Das Outro zum ersten
Teil des Doppelalbums ist ein guter Abschluss und ich kann sagen
dass diese CD des Öfteren ein paar Stunden laufen wird. Darauf
folgt „Zweiter Release“ der Promolle Jungs Prinz Porno
und Smexer. Auch wenn ich Smexer auf dem „Wordshots“
sowie „Flüssig Brot“ sehr kritisch gegenüberstand,
hat er mich nun überzeugt: Wie man hier merkt kommt „Böse
Texte“ nett zu rappen sehr gut. Ebenfalls ist ein Feature
von Separate zu finden und es freut mich, dass dieser sein Können
auf anderen Releases zeigen darf. Dies gilt auch für Staiger,
den man auf „Was Du suchst“ hört. Ab und zu sind
Staigers Parts einfach nötig. Auf Beatfabrik Beats rappt es
sich bestimmt gut, diese glänzen nur so vor Qualität.
Dass Promolle doch immer noch zu den etwas kränkeren Sachen
neigt, wird wieder gezeigt mit Pornos aggressiven Aussagen. Selbst
der Humor kommt nicht zu kurz: „Deine ist Meine“ zeigt
den guten Frauenhumor den die beiden besitzen. Ein Feature gibt
es von Fumanschu, dieser rappt auf einem Beat der wie für ihn
gemacht ist! Insgesamt ein gelungenes Album, mit Beats die man in
Deutschland sehr oft vermisst. Und: Wann gibt es schon mal ein Doppelalbum
auf dem beide Hälften gelungen sind? Wertung 8,5/10.