DJ Lifeforce’s Beatz aus der Bude Records
hat aus dem Vollen geschöpft und die Bastlaz an Bord geholt,
die wohl der Kölner Newcomer 2003 werden – lässt
man das Gezicke von Olli Banjo außer Acht. Gebildet wird die
Formation von Al Terego, granTill, Nynjah, Mirko und Cuttler, die
jetzt zum ersten Mal auf großer Bühne erscheinen. „Das
Tape“ erscheint sowohl als Tape wie auch auf CD, kann mit
17 Tracks aber als vollwertiges Album durchgehen. Nun den Bastlaz
Style zu beschreiben fällt nicht einfach, sie liegen irgendwo
zwischen dem Deepen der Österreicher, dem Roughen der Kölner
und dem Storytelling & der dicken Beats der Hamburger Moqui
Marbles. Besonders fällt das Gleichgewicht auf den Beats zwischen
Samples und Scratches auf. Letztere werden hier perfekt benutzt,
nicht zu übermäßig aber immer on point. Sehr überzeugend
sind auch die atmosphärisch und lebendig klingenden Samples,
sie verleihen den Tracks verschiedene Ebenen und eine fesselnde
Stimmung. Entsprechend sind die Texte meist auch nachdenklich gehalten,
erzählen Geschichten und diese auf gerne fiktiv. Trotzdem bleiben
die Bastlaz sehr nahe an der Realität und driften nicht zu
sehr ab, Battle Raps & Co halten das Gleichgewicht. Und der
Kritikpunkt? Nun den gibt es nicht wirklich, wobei Leute die mit
dem deepen Bastlaz Style nichts anfangen können aber doch bessere
ihre Finger weglassen. Teilweise hätte das Album in seinem
Verlauf etwas besser strukturiert, etwas packender, etwas mitreißender
sein können, der Sound etwas klarer und druckvoller gemixt.
Aber es ist das Debüt der Bastlaz – und was für
eins! Wertung 8/10.