Die erste CD von Bass Sultan Hengzt. Wow! Das erste Mal angekündigt auf dem King Orgamsus Tape „Tag der Berechnung“ von 2001 und im Spätherbst 2003 releast. Dem Label nach hat sich das Releasedate aufgrund einer Freiheitsstrafe des Künstlers noch zusätzlich nach hinten verschoben. Ich dachte eigentlich das Album würde so aggressiv sein wie z.B. schon die Tracks auf dem „Berlin bleibt hart“ oder die auf dem „IluvMoney Sampler“ und hatte deshalb wirklich mehr erwartet, denn das Album enttäuschte mich leider in weiten Teilen. Die Raps waren zwar immer noch wie gewohnt Battlestyle und aggressiv, man darf jedoch keine tiefen Intentionen erwarten oder gar von Lyrik sprechen. Doch die Beats sind bis auf wenige Ausnahmen, im wahrsten Sinne des Wortes „verkackt“. Irgendwo zwischen Eastcoast und Electro trifft sich das ganze und wird leider nur zu einem durchschnittlichen Album, bei dem irgendwie nichts wirklich hängen bleibt außer dass Bushido und Fler gedisst werden, er Creaturen Der Nacht nicht leiden kann und ein Gang ins Casino anscheinend auch ein gutes Hobby ist. Als Partytracks sind wohl „ich sauf mich zu“ feat. Frauenarzt und „Casino“ zu bezeichnen, beide Tracks gehen auf jeden Fall gut klar und heben sich deutlich hervor zwischen den anderen. Positiv heraus tritt ebenfalls „Westberlin“, bei dem man sich wünscht das ganze Album hätte dessen Qualität. Der Beat erinnert an Ante Up und die Raps sind deutlich und schnell. Ganz schlimm und unhörbar sind hingegen ein komischer Sängerknabe namens Frederick („Bass Sultan Hengzt präsentiert Frederick“), der überhaupt nicht auf die CD passt und auch noch unglaublich schrecklich singt. Als zweitens ein wirklich peinliche weibliche Rapperin, die in feinstem Schulbuchenglisch auch noch meint, mit auf die CD zu müssen. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint bei der Platte. Die CD hinterlässt gemischte Gefühle, zu einigen Teilen vollkommen langweilig und motivationslose Raps und wenig innovative Beats, zu anderen Teilen schnelle Raps, abwechslungsreiche Electro bzw. East Coast Beats, vielleicht sollte man sich das nächste mal auf weniger Beatproduzenten beschränken und besonders hier etwas kritischer bei der eigenen Auswahl sein. Ansonsten tut es keinen Abbruch auf jeden Fall einmal in die CD rein zu hören, um sich so sein eigenes Urteil zu bilden. Wertung 6/10.