Manche Sachen versteht man nicht, und dazu gehört
auch, warum die britische Band Auburn immer noch so unbekannt ist.
Zu hören sind sie auf ihrem neuen Album „Dreams“,
das zumindest in ihrer Heimat Respekt erntete. Zu hören waren
sie bei uns auch auf Tour im Vorprogramm von Sophie Ellis-Bextor.
Und sie sind Sängerin Liz Lenten und Mark Gustavina. Unterstützt
werden die Beiden von einer umfangreichen Band bzw. Gastmusikern.
Aber jetzt ab zum Album, spätestens beim zweiten Song, dem
Titeltrack „Dreams“ kann sich niemand mehr halten. Auburn
erinnern in Klang und Zartheit an die frühen Alben von Morcheeba,
ohne kopiert zu klingen. Und Liz begeistert gnadenlos durch ihre
Stimme, die sich so leicht wie eine Feder durch die Luft ihren Weg
zum Ohr des Hörers bahnt. Nicht jeder der 13 Tracks (plus zwei
Remixe) kann mit „Dreams“ mithalten. Manchmal rutscht
die Band aus London zu sehr ins Seichte und Belanglose ab. Dennoch
ist dieses Album einfach grandios und man kann nur hoffen, dass
Auburn ihren verdienten Erfolg noch einfahren werden. Wertung 8/10.