Nach der Fanta4 Zeit haben alle Mitglieder noch für reichlich Wind gesorgt, allen voran Thomas D, nur um Andreas Rieke aka And.Ypsilon blieb es weiter ruhig. Während uns die anderen mit Solo-Platten versorgten, hörte man von ihm lange Zeit nichts, obwohl er ja eigentlich die Möglichkeit gehabt hätte. Aber jetzt ist es doch da, sein erstes Solo-Album, und das kommt, wie man jetzt schon vermuten konnten, mit ruhigen Tönen und nicht mit krachigen Beats. Da gibt es zum einen Electronic, der mit der Stimme der Berliner Sängerin Kiko angereichert ist, zum anderen Electro-Pop im Stil der 80’s. Das sind schon zwei unterschiedliche Ecken, und genau da scheint das Problem der „Y-Files“ zu liegen, auf einen gemeinsamen Nenner kommt das Album nie. Die Tracks sind allesamt gefällig, aber auch nicht aufregend bemerkenswert, und manch einen werden die kitschigen Synthie-Pop Teppiche nerven. Zusammengearbeitet hat And.Ypsilon mit Ralf Goldkind (u.a. Lucilectric), seinen eigenen Stil schafft er aber nicht deutlich nach Außen zu kehren. Da bleiben dann schöne Songs wie „Lonestar“ zurück, aber nicht die Erinnerung an ein Album, an das man sich jetzt irgendwie erinnern müsste. Wertung 6/10.