Uh Baby Uh The Big C From Venus Versus Triple J From Mars
Pussy Empire / Al!ve VÖ: 16.09.2002
Wie auch immer man die Hamburgerin Catharina Boutari auch bezeichnen
will, als Power Frau, Post-Punk Göttin oder Indie-Pop Queen,
in ein wirkliches Klischee lässt sie sich nicht drängen.
Mit 14 hatte sie ihre erste Band, in letzter Zeit feierte sie Erfolge
mit ihrem eigenen Label Pussy Empire und dem Netzwerk Die Fiesen
Diven. Auch musikalisch lässt sich ihr neues Album mit dem
ewig langen Namen nicht richtig einordnen. Die 14 Tracks wandeln
irgendwo zwischen Trash, Pop, Punk und Indie, und sind immer schön
rauh. Ob es da passt, dass am Anfang ein arabisches Gedicht Es
Al Albak steht, muss jeder für sich selbst beantworten.
Fest steht aber, dass nicht alles auf The Big C From Venus
Versus Triple J From Mars notwendig ist. So bekommt man zwar
einerseits ein Feuerwerk an erfrischenden Ideen vorgesetzt, andererseits
aber auch einige Längen. Den ein oder anderen Song hätte
man sich sparen können. Insgesamt ist hier aber ein gelungenes
Album gelungen, das nicht nur wegen der Stimme von Catharina Boutari
faszinierend und fesselnd wirkt, sondern auch die Mitte zwischen
Berlin-Elektro-Pop und Ozzy Osbourne Tochter-Trash ausfüllt.
Wertung 7/10.