Truth Hurts –
Truthfully Speaking
Aftermath Records / Universal VÖ: 23.09.2002
Auch Dr. Dre kann nicht ohne Frauen und schickt
Truth Hurts in den heiß umkämpften US Markt. Diese ist
allerdings keins der bekannten Video-Püppchen, sondern absolvierte
eine Ausbildung zur Opern-Sängerin. Das hört man ihrem
Album auch an – aber wohl eher unfreiwillig. Aber fangen wir
mal vorne an, mit „Push Play“ beginnt das Album kraftvoll
mit einer bombigen Produktion, und dann kommt der Megahit „Addictive“,
bei dem Rakim mitrappt. Damit ist schon die halbe Miete drin, aber
eben nur die halbe. Weiter geht’s jetzt mit einem Weichspülerprogramm,
und der Soul & R’n’B von Truth Hurts wirkt weit
weniger sexy als bei ihren Konkurrentinnen. Dabei zahlt sich auch
die Producer Prominenz, von Dr. Dre himself über DJ Quik, bis
hin zu Timbaland, R. Kelly und Hi-Tek wenig aus. Nur Mel-Man’s
„Tired“ reißt einen noch mal wirklich vom Hocker
hoch. Außer bei ihrem Megahit bleibt Truth Hurts einfach zu
blass, auch wenn sie zweifellos besser singen kann als manche Award
Gewinnerin. Besser nur die Single kaufen. Wertung 5/10.