Das Album-Doppelpack Alice und Blood Money
bringt uns keine normalen Alben, es bringt uns zwei Geschichten,
zwei Bühnenstücke. Alice basiert genauer auf
der 1992 in Hamburg von Robert Wilson aufgeführten Oper, und
diese basiert wiederum wie der Name nahelegt auf der
Story von Alice im Wunderland. Bei den literarischen
Meisterleistungen in den Texten half Tom Waits dabei wieder seine
Ehefrau Kathleen Brennan, laut Waits seine Alice. Musikalisch
sorgt ein ganzes Heer von Gastmusikern - u.a. Larry Taylor (Bass),
Bebe Risenfors (Stroh Violine, Alto Viola, Bass Clarinet, Marimba,
Clarinet, Baby Bass) und Stewart Copeland (The Police) für
den befremdlichen und obskuren Klangteppich, der durch Waits rauh-brülligste
Stimme aller Zeiten noch tiefer wirkt. Man fühlt sich wie auf
einer Reise durch Sehnsucht, Besessenheit und Wahnsinn. Die Melodien
kommen bekannt vor und doch glaubt man sich fremd wie noch nie
Alice im Wunderland. Viel erinnert hier an's Theater, das intensivste
Theater das man erleben kann. Wertung 8/10.