Auf zu einem neuen Tom Jones Album, das anders klingt,
als alles was man bisher von ihm kennt. Schon die Single & Opener
„Tom Jones International“ macht das klar. Diese Linie
setzt sich konsequent auf den weiteren Songs fort, und vor allem
dominiert hier deutlich hörbar die Handschrift von Wyclef Jean,
der das ganze Album produzierte. Und so erleben wir einen fast völlig
neuen Tom Jones, wie das rührende „Younger Days“
beweist. Aber nicht alle Tracks wirken wie Tom Jones auf den Leib
geschneidert, „Holiday“ z.B. klingt mit seinen HipHop
Beats recht unpassend, vor allem weil er hier seine Stimmgewaltigkeit
nicht entfalten kann. Und so sind es vor allem die ruhigeren Songs
auf „Mr. Jones“ die Mr. Jones von seiner besten Seite
zeigen. Der Rest klingt leider immer mehr nach Wyclef statt nach
Tom, was selten wie auf „Black Betty“ richtig gut funktioniert.
Insgesamt muss man das Werk so eher als Konzeptalbum verstehen,
schade nur dass es kein Privileg mehr ist, mit Wyclef zusammenzuarbeiten,
seit dem dieser wohl vor keiner Schandtat mehr zurückschreckt.
Wertung 6/10.