The Crest Letters From Fire
Season Of Mist / Bellaphon VÖ: 25.03.2002
Irgendwie klingen The Crest nach Snake River Conspiracy oder Theater
Of Tragedy, soll aber kein Vorwurf sein. Gestartet haben die Norweger
1996 als Melodic Doom Metal Band, heute bewegen sie sich auf ihrem
wirklich überzeugendem Debütalbum zwischen Gothic und
Dark Pop. Besonders überzeugend ist das Ergebnis immer dann,
wenn sie sich der elektronischen Klangerzeugung bedienen, wie auf
Butterflies & Dragons. Einerseits klingt das dann
schon fast poppig, andererseits dunkel und unergründbar. Getragen
wird der Sound vor allem von der faszinierenden Stimme von Sängerin
Nell Sigland. Ein Vorteil wird aber zum Nachteil des Albums. Die
Songs gehen direkt ins Ohr, die Melodien setzen sich fest, was aber
daran liegt dass die Strukturen so eingängig sind, dass sie
einen auch nur kurze Zeit fesseln. Nichtsdestotrotz ist Letters
From Fire mehr als Durchschnitt und mit komplexerem Songwriting
könnten The Crest bald ganz oben stehen. Wertung 7/10.