The 69 Eyes Paris Kills
Roadrunner / Universal VÖ: 27.05.2002
Heute schwimmen die fünf Finnen von The 69 Eyes in GothRock
Gewässern, das war nicht immer so. Am Anfang machten sie noch
ein bisschen Rock'n'Roll, Hardrock und Metal, aber am dem 1999er
Album Wasting The Dawn wandten sie sich der düsteren
Seite des Lebens zu. Das dritte Album dieser Entwicklung und siebte
Album insgesamt ist Paris Kills, das versucht an die
Erfolge des Vorgängers Blessed Be anzuknüpfen.
Mit der ersten Single Dance d'Amour hat die Band um
Sänger Jyrki69 in Finnland bereits die Top10 erreicht. Dass
das Erreichen der Charts aber kein Indiz für Qualität
ist, dürfte jedem bekannt sein, und wird mit diesem Album auch
nochmal untermauert. Musikalisch völlig belanglos und einfach
gestrickt präsentiert sich Paris Kills. 80er Keyboards
und seichte Melodien sorgen zwar für Eingängigkeit, aber
nicht für Spannung. Und wie sieht's mit der dunklen und gefährlichen
Seite von The 69 Eyes aus? Die Texte rufen höchstens ein unfreiwilliges
Lächeln hervor und wirken wie aus einem Büchlein abgeschrieben.
Und so klingt das Album insgesamt nur nach einer primitiven HIM
Kopie und lässt jede Authentizität vermissen. Gothic für
Anfänger und Ottonormalbürger. Wertung 3/10.