Substyle - Out To Lunch
Motor / Universal VÖ: 26.08.2002
Schon das Debütalbum "On The Rocks" von Substyle
war ein Hammer, der in Deutschland seinesgleichen suchte. Der große
Erfolg blieb jedoch aus, damals war die Band noch auf einem Indie-Label.
Jetzt wurde die Kölner Band vom mächtigen Universal Imperium
gesignt und geht mit dem Nachfolger "Out To Lunch" auf
Überholspur. Deutlich gereift ist das Songwriting, man geht
dosierte mit bestimmten Elementen um. Eine Steigerung und Weiterentwicklung
war aber auch nötig, den Überraschungsvorteil wie beim
Debüt haben Substyle nicht mehr. Auf den ersten Blick könnte
man die Fünf in die NewMetal Ecke stecken, der moderne und
kraftvolle Sound mit Loops klingt stellenweise danach. Allerdings
hat die 1998 gegründete Band mit den NewMetal Trends rein gar
nichts zu tun, weder inhaltlich noch äußerlich. So fließt
auch ein großer Teil amerikanischer Alternative-Rock in den
Sound ein. Jeder der Songs entwickelt einen gewaltigen Groove, nicht
zuletzt dank der Stimme von Guido Böckem. Substyle erinnern
stark an einige der großen amerikanischen Alternative Bands,
ohne dass ich jetzt Namen will, allerdings klingen Substyle nicht
wie eine Kopie, sondern eigenständig. Dazu trägt sicherlich
auch die dezent eingesetzte Geige von Tobias Schellin bei. Dieses
Album ist durchgängig eine Bank und katapultiert Substyle an
die Spitze - nicht nur in Deutschland. Nur über leicht kitschige
Songs wie "Drop Into Silence" kann man sich streiten.
Wertung 8/10.