Überraschung? Teilweise! Stone Sour sind aber dennoch kein
neues Nebenprojekt von Slipknot Sänger Corey Taylor, sondern
ein altes. Bereits 1992, lange vor Slipknot gründete er die
Band. Mit der Zeit fing das auch ganz gut an zu laufen, aber 1997
entschied sich Corey für die schnelle und härtere Karriere.
Hört man den Opener des Stone Sour Debüts hat man aber
keineswegs den Eindruck, diese Band wäre weniger hart. Was
anfangs an New Metal mit harten Shoutings und Dampfwalzen Drums
im Stile Fear Factorys beginnt, entwickelt sich im Laufe aber immer
mehr zu einem klassisch melodischen Rockalbum. Und eben das war
der Grund, warum sich Corey bewegen ließ, wieder bei Stone
Sour mitzumachen, seinen neuen Hang zu Balladen kennt man ja spätestens
seit dem Spiderman Soundtrack. Das ist auch der Grund, warum dieses
Album wirklich gut ist. Während man noch an ein weiteres Standard
New-Metal Werk denkt, wird man bereits überrascht. Das ist
wirklich geschickt gemacht, das muss man der fünfköpfigen
Band lassen, die auch vom musikalischen Anspruch her überzeugt,
wie auch der vielseitige Gesang von Corey. Dennoch wirken einige
der 13 Songs nicht wirklich eigenständig, manchmal fehlt auch
der rote Faden. Dafür entschädigen jedoch energiegeladene
Stücke wie "Monolith" und auch Balladen fehlen nicht.
Insgesamt wirkt das Debüt noch nicht ganz ausgereift, aber
alle Erwartungen übertrifft es allemal. Vielleicht kommt ja
noch mehr aus dem Stone Sour Lager? Dann müsste sich Corey
ernsthaft überlegen für welche Band er sich entscheidet.
Wertung 7/10.