Stahlhammer Eisenherz
Point Music VÖ: 16.09.2002
Sollten Stahlhammer mit ihrem vierten Album wieder für Aufregung
sorgen, so wäre das ein Wunder. Die hohen Zeiten der Band lagen
zwischen 1996 und 2000, mit Wiener Blut waren sie ganz
oben. Der Stahl ist mittlerweile aber geschmolzen und so bleibt
auch nichts mehr vom Hammer übrig. Dazu betont das Quartett
auch noch extra, dass sie kein Eisenherz hätten.
Inwiefern soll man da noch die Texte der 12 Songs ernst nehmen?
Soll das Album eine humoreske Industrial-Reise darstellen? Musikalisch
kann man das annehmen. Das Songwriting wirkt meistens nur hingeklatscht,
der gesamte Aufbau ist platt. Akzente werden damit wohl kaum gesetzt,
auch wenn es ein paar positive Ausnahmen unter den Songs gibt. Leider
bauen Stahlhammer darauf nie auf. Die guten Ansätze werden
immer wieder direkt ins lächerliche gezogen, sowohl textlich
als auch musikalisch. Schlecht ist das Album trotzdem nicht, man
muss es nur aus dem richtigen Blickwinkel betrachten. Am Schluss
fragt man sich dennoch, ob diese Band nicht besser aufhören
sollte, wenn sie nur platte Disco-Stampfer zustande bringt. Immerhin
versprechen ein paar Songs Besseres. Wertung 5/10.