1999 waren die Soundisciples mit Pitchshifter auf Tour, das nur
als Bemerkung am Anfang und Rande, um zu wissen, wo man die drei
Engländer musikalisch einordnen kann. Im gleichen Jahr hatten
sie bei Peaceville Records unterschrieben und ihr Debütalbum
veröffentlicht, auf dem u.a. Musiker von Prodigy und Portishead
mitwirkten. Drei Jahre haben sie sich jetzt Zeit gelassen um den
Nachfolger in ihrem Studio in Bristol aufzunehmen, die Tracks wandeln
auch wieder zwischen Metal, Crossover und Downbeat. In der Tat ist
das eine ungewöhnliche Mischung, die aber alle angesagten Musikstile
in sich vereint, kann man doch auch auf jedem größeren
Festival DJ Shadow neben Slayer auf der Bühne stehen sehen.
So finden sich elektronisch düstere Songs wie Daze Of
Grace, klassische Rocknummern Nine Days und brachiale
Gitarren Attacken wie auf der Single Reject. Insgesamt
gibt das 12 Songs, wovon allerdings zwei Remixe sind, über
deren Notwendigkeit man sich streiten kann. Die Grundstimmung ist
stets angespannt und dunkel. Da passen auch die Gäste gut rein,
u.a. sind Massive Attack mit von der Partie. Dem Durchschnittshörer
wird Audio Manifesto musikalisch zu unterschiedlich
gestaltet sein, wer offen ist findet hier jedoch ein Album, das
zwar keine Trends setzt, aber doch ganz oben auf der Welle schwimmt.
Wertung 8/10.