Nach dem Split von Sepultura hatten viele Fans Befürchtungen,
ob das mit Max Cavalera und Soulfly etwas werden könne. Das
Album sprach dann eine eindeutige Sprache, aber nach dem zweiten
Album Primitive gab es wieder unzufriedene Stimmen.
Jetzt kommt wieder eine eindeutige und kompromisslose Antwort aus
dem Soulfly Lager, auch wenn der Titel 3 nicht allzu
vielversprechend ist. Das neue Werke mit 14 Tracks ist ohne Zweifel
das kompakteste und am meisten geradlinige Album von Max Cavalera,
und vor allem Freunde der harten Sepultura Riffs dürften hier
begeistert sein. Mit dem alten Schlagzeuger Roy Mayorga wieder an
Bord setzt 3 zwar wieder auf Tribal Elemente, vereint
diese aber mit einer kraftvollen und aggressiven Produktion, die
ersten zwei Songs Downstroy und Seek 'n' Strike
geben direkt Vollgas. So geht es dann auch weiter, man hört
deutlich, dass Max, Roy, Bassist Marcello D Rapp und Gitarrist Mike
Dolling mehr Wert auf die kleines Details gelegt haben, die Abstimmung
zwischen den Instrumenten. Der Sound spricht eine eindeutige Sprache.
Zum ersten Mal produzierte Max Cavalera selber das komplette Album,
der Mix kommt mal wieder von Terry Date. Trotzdem ist 3
bestimmt kein einseitiges Album geworden. Denn Experimente gibt
es immer noch genug, auch wenn diese nicht mehr so gewagt sind.
So z.B. der herausragende Song One, auf dem Christian
Machado von Ill Nino singt. Bis zum nächsten Break muss man
dann wieder ein bisschen warten, mit Tree Of Pain hat
Max mit der Unterstützung von Asha, die schon auf dem Vorgänger
zu hören war, fast eine Ballade hingelegt, fast, weil auch
dieser Song seine Highspeed Passagen besitzt. Zum 11. September,
9-11-01, gibt es dann nur eine Minute Schweigen zu hören,
eine angenehme Alternative, verglichen mit den Outputs mancher Künstler.
Erst zum Schluss häufen sich dann die brasilianischen Elemente,
Soulfly 3 und Zumbi lassen das Album ausklingen.
Danach hinterlassen Soulfly bestimmt keinen unzufriedenen Fan. Wertung
8/10.