Sneaker Pimps Bloodsport
Tommy Boy / V2 VÖ: 22.04.2002
Als Sängerin Kelli Dayton die Sneaker Pimps nach dem Erfolg
des Debütalbums Becoming X verließ, ging
es erstmal abwärts, im Erfolg und der Kreativität. Splinter
war ein Flop. Nun scheinen sich die Sneaker Pimps mit Sänger
Chris Corner wieder gefangen zu haben und melden sich mit Bloodsport
auf neuem Label eindrucksvoll zurück. Chris und seine drei
Kollegen bleiben melancholisch, haben aber wieder eine Nummer mehr
Pop in ihre Songs gemischt, wie direkt der Opener Kiro TV
beweist, der zudem mit trashigen Gitarren aufwartet. Sick
führt diese Linie weiter, wenn auch tanzbarer und back to TripHop.
Vieles, was auf Bloodsport geboten wird, mag nicht neu
sein. Die Sneaker Pimps bedienen sich stark an alten Erfolgsrezepten
und neuen Chillout / NuJazz Sounds. Allerdings verarbeitet das Quartett
diese Zutaten überzeugend. Die 11 Songs können ausnahmslos
fesseln und sind vor allem vielseitig. Das Album baut einen ungebrochenen
Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Minute auf. Und das
ist hier die Hauptsache. Die Mischung aus Pop und Melancholie geht
auf, oberflächlich ist das nicht, und Vergleiche mit Becoming
X sollten nicht angestellt werden. Wertung 7/10.