Sick Speed The Way I Am
Sonic Rendezvous / DK Records VÖ: 27.05.2002
Da war die Freude erstmal groß, als man hörte dass es
eine Platte von Stuck Mojo Songwriter Rich Ward geben würde.
Diese dann in den Händen haltend machte sich aber erstmal Verwirrung
breit, was sollte das sein, Doom Metal oder True Rock? Zum Glück
zeigte sich dann aber, dass die Verpackung nicht dem Inhalt gleicht.
Bereits 1998 ist das anfängliche Nebenprojekt entstanden, da
Ward den Eindruck hatte, seine musikalischen Visionen mit Stuck
Mojo nicht mehr umsetzen zu können. Und so entstand mit den
Jahren und mehreren Besetzungswechseln die Band und das erste Album.
Und diese Album The Way I Am hat das als Warnung
an alles ehemaligen Fans so gut wie gar nichts mit Stuck
Mojo gemeinsam. Nur der erste Track beginnt noch mit brettharten
Gitarrenriffs, danach wird gepflegter American Melodic Rock praktiziert.
Das Songwriting und Gesang stehen im Vordergrund, kein Wunder dass
in der Biographie steht, Sick Speed hätten sich Steven Tyler
als Frontman gewünscht. Auch soundmäßig klingt das
Werk wie aus den frühen 90ern. Ganz gelöst hat sich Rich
Ward aber nicht von seiner Vergangenheit, immer wieder finden sich
in den 11 Songs Crossover Elemente. Das Ergebnis klingt ungewöhnlich
und gewöhnungsbedürftig, in eine bestimmte Ecke kann man
The Way I Am nicht einordnen. Einerseits bringt das
Spaß beim Hören Überraschungsmomente sind
garantiert, andererseits ist die Qualität der Songs recht unterschiedlich
und teilweise klingt's altbacken. Reinhören lohnt sich definitv,
aber längere Zeit konnte mich Sick Speed nicht fesseln. Wertung
6/10.