Saliva Every Six Seconds
Mercury / Island VÖ: 11.02.2002
Irgendwie bleibt heute alles beim NewRock hängen und so klingt
auch das Debüt von Saliva trotz anderem Äußeren
und Image danach. Der Fünfer aus Memphis sieht nach Hardrock
aus, macht Hochglanz CD-Booklets, eifert in den Posen Kid Rock nach,
mixt die möglichsten Musikstile und hat das Feeling von und
zwischen Country und Mexico. So ist man sich doch ein bisschen uneinig,
wo man Saliva einordnen kann, aber vielleicht heißt es ja
bald: das sind Saliva. Wenn dem so sein wird, dann aber nur aufgrund
einer überzeugenden Promotion und Image Kampagne. Musikalisch
hat die 1996 gegründete Band auf ihren 12 Songs ausser druckvollem,
gut produzierten Sound nicht viel, und erst Recht nichts neues zu
bieten. Den dreckigen Rock beherrschen Monster Magnet besser und
die NewMetal Melodien bekommt man gleich von unzähligen Bands
in perfekter Form durch die Ohren gespült. Das Einzige was
Saliva da bleibt ist ihre Vielfalt. Aber gerade auch deshalb fällt
es mir schwer mit dem Album etwas anzufangen, klingt es doch zu
oft nach Wischi-Waschi und Hin-und-Her. Behaupten kann ich jedoch
nicht, dass mir die Songs an sich nicht gefallen würden, die
sind schon schön aggressiv, rocken derbe und sind eingängig
genug um sich letztlich in den Airplay Charts festzusetzen. Wertung
5/10