Die Poor Rich Ones versuchen sich in großen, schweren Tönen,
bleiben aber zwischen Anspruch und Wirklichkeit hängen. In
ihrem Heimatland Norwegen wurden sie mit Radiohead oder Manic Street
Preachers verglichen, ihr drittes Album happy happy happy
ließen sie von Mark Trombino (Blink 182, Jimmy Eat World)
produzieren. Damit und mit ein bisschen klanglicher Atmosphäre
macht man aber noch lange keine gute Musik. Es scheint als wollte
sich die Band hinter dem Label Indie-Melancholic-Pop verstecken
und habe selber nichts zu bieten. Eigene Ideen oder überzeugendes
Songwriting findet man nicht, und diese Lücke mit drohendem
Langeweilefaktor wird einfach mit Melancholie übertüncht.
Damit machen es sich die Poor Rich Ones aber recht einfach. Andererseits
werden Fans nicht mehr erwarten und auch Nicht-Fans finden in Songs
wie Drown und Things to say when you're not here
ganz passable Stellen. So oder so steht aber fest: happy happy
happy ist nur etwas für Fans des Genres und andere Bands
haben diese Art von Musik schon entscheidend besser gemacht. Wertung
4/10.