Nach dem ausgezeichneten Major-Debüt The Fundamental
Elements Of Southtown war die Single Alive schon
ein kleiner Schock, auch für Payable On Death schien der Weg
in Richtung glattem New-Metal Ausverkauf zu gehen. Und auch der
Opener auf Satellite machte keinen anderen Eindruck,
Set It Off geht zwar hart ab, hat aber kein eigenes
Profil. Schon schienen die alten Southtown vorbei, und
die kleinen Clubgigs in Deutschland bestärkten mit inspirationslosen
Auftritten der Band diesen Eindruck. Mit dem fortschreitenden Hören
des Albums dann aber die Überraschung, P.O.D. haben sich doch
entwickelt und glänzen mit Reggae und Akustikpassagen. Und
spätestens Song 6 Satellite erinnert an alte Crossover
Gewalt. So können die letzten zwei Drittel des Albums völlig
überzeugen. Die Band aus San Diego begeistert mit eigenen Ideen,
auch wenn diese nicht innovativ sind ähnliche Elemente
gerade mit Reggae Klängen kennt man schon von 311. Insgesamt
stimmt das Konzept aber. Songs wie Without Jah, Nothin',
der von wildem Punk in Reggae wechselt, und Thinking About
Forever mit sanften Gitarrenlicks an Incubus erinnernd, fesseln
unbestreitbar. Es sind auf dem neuen Album hauptsächlich die
ruhigeren Töne, die sich lohnen. Die Raps dagegen wirken, wie
auch schon auf dem Vorgänger, nicht immer flüssig. Auch
P.O.D. schwimmen jetzt im New-Metal Strom und sind massentauglich
aber sie machen immer noch gute Musik. Wertung 7/10.