Das neue Album Pat Metheny wird bestimmt nicht so schnell den Status
eines Meisterwerks erreichen wie seine Vorgänger. Fünf
Jahre hat sich der Melody Jazz Gitarrist jetzt Zeit gelassen, in
den letzten 20 Jahren war er doch um einiges kreativer, seit 1977
gibt es die Pat Metheny Group, seit dem bekamen sie sieben Grammys.
Mit ihrem elften Album werden sie aber ohne Frage nicht mehr an
"We live here" und "Imaginary day" herankommen.
Vor allem beim ersten Hören enttäuscht Speaking
Of Now. Experimente sucht man vergebens, der Sound ist streng
akustisch, insgesamt wirkt das Produkt recht bieder und brav. Gleichzeitig
ist die Zugänglichkeit verloren gegangen, zahlreiche Wechsel
im Rhythmus erschweren das Ergreifen der Musik. Nur mit viel Geduld
kann man die Arrangements genießen, dann aber entfalten sie
sich auch in ihrer ganzen Genialität. Auch vom Aufbau hat sich
einiges bei der Pat Metheny Group verändert, so trommelt jetzt
Antonio Sanchez und Richard Bona singt. Insgesamt ein solides Werk,
das die Erwartungen aber nicht ganz halten kann. Wertung 7/10.