Ich finde es immer bewunderswert, wenn sich eine junge Band für
ihre CD so ins Zeug legt, und gleich ein Digi-Pack präsentiert.
Nur wie kann man diese Basis so schlecht nutzen und mit einem derartigen
Artwork aufwarten? Nun geht es hier aber nicht um Verpackungen,
sondern um Musik. Und da ist zu bemerken, dass der Inhalt von The
Fine Art To Say F..k You das Gegenteil des Äußeren
ist. Kraftvoll, hart aber gleichzeitig gefühlvoll gehen Out
Of Season zur Sache. Dabei hat das 1994 gegründete Quintett
auch schon viel Erfahrung. Über 200 Konzerte u.a. mit Such
A Surge, Samiam, Farmer Boys, 59 Times The Pain oder Keith Caputo
sprechen für sich. Das zweite Album der Band zeigt sich hoch-professionell,
nicht nur das gut arrangierte Songwriting kann überzeugen,
sondern auch die technische Umsetzung. Musikalisch genau einordnen
kann man das Werk nicht, die Band wandelt zwischen Noise Rock, Emo
und New Metal, ohne sich dabei in Klischees drängen zu lassen.
Einziger Wermutstropfen ist die kurze Spielzeit von nur acht Songs
mit 24 Minuten. Out Of Season könnten in einigen Jahren was
Großes werden. Wertung 7/10.