Als Nickelback 1996 in Eigenregie ihr erstes Album Curb
herausbrachten, konnte man nicht damit rechnen, dass die Band sechs
Jahre später weltweit ganz oben in den Charts stehen würde.
Hätte man hierzulande auch gar nicht, weil das Album bei uns
bisher nicht veröffentlicht wurde, was Roadrunner Records jetzt
aufgrund des großen Erfolgs natürlich ändert. Die
Produktion von Curb kann natürlich mit den neuen
Alben nicht mithalten, dennoch ist es meiner Meinung nach das beste
von Nickelback. Ganz einfach, weil die Band hier noch völlig
frisch, rauh und ungeschliffen klingt. Die 12 Songs strotzen nur
so vor Energie und Spielfreude, und haben auch noch den gewissen
Faktor Street Credibility, College Charme und Grunge Feeling. Man
hört, dass Nickelback hier noch völlig frei aufgespielt
haben, unbelastet, ohne Erwartungsdruck und Routine. Man hört
einfach 12 druckvolle und mitreißende Rocksongs. Curb
hat alles, was ein gutes Album braucht. Und daneben ist es natürlich
auch interessant die alten mit den neuen Songs zu vergleichen, wobei
man feststellen kann, dass Nickelback damals noch öfter ein
höheres Tempo gefahren sind. Wertung 8/10.