Wenn man einmal Blut geleckt hat... Mit Neue Heimat schlug Ministry
Of Sound voll ein und der Boom der nationalen Elektronik-Szene ist
weiter ungebrochen. Klar, dass hier der Nachfolger kommen musste.
Nur hat es ein Boom so an sich, dass sich die Musik weit verbreitet.
So sind viele der 35 Tracks auf der Doppel-CD bereits bekannt, entweder
von anderen Compilations oder weil sie ganz einfach in den Clubs
hoch und runter gespielt werden. Eine Compilation also für
Leute, die dem Trend hinterher rennen? So dann doch nicht ganz.
Denn auch wenn Neue Heimat klar in Richtung Mainstream schielt,
es gibt immer noch einiges zu entdecken. Ascii Disko vom Label Lage
D'OR zum Beispiel, Justus Koehncke (auch wenn sein Jet
bereits ordentlich rotiert), die Kölner Klee und Dadamnphreaknoizphunk,
dem Nebenprojekt von Hardfloor. Aber das sind die Ausnahmen, ansonsten
bekommt man die aktuellen Hits von Lexy & K-Paul, Sven Väth,
2 Raumwohnung, Soulkeeper, Peaches, Märtini Brös, Timo
Maas, Woody, Stereo Total, DJ Friction, Havanna Boys, Notwist, Turntable
Rocker, Sono, Chicks On Speed, Terranova und Paula in die Ohren
gepumpt. Wenn man sich nicht dauernd neue Maxis kauft ist das trotzdem
eine gute Alternative. Wertung 7/10.