Mia - Hieb & Stichfest
Columbia / Sony Music Domestic VÖ: 19.08.2002
Es ist schön wenn man Trends hinterher rennt, denn das klappt
meistens nie, sorgt aber für Belustigung des Publikums - müsste
man sich dabei nur nicht diese Musik anhören wie bei Mia. Nach
eigener Aussage ist Mia der Punk der 80er, dazu kommt dann der angesagte
Electropunk Berlins und das freche Image Pink's für die Mieze
(ja so nennt sich die Sängerin von Mia). Gute Zutaten muss
man sich bei der Plattenfirma gedacht haben, sonst hätte man
dieses Album wohl nicht unter so großem Getöse ins Rennen
geschickt. Der Versuch auf der Welle mitzureiten ist jedenfalls
kläglich gescheitert. Das Ergebnis, die 13 Songs auf dem Album,
ist grässlich und nervig. Von Anfang bis Ende wirkt alles konstruiert
und gekünstelt, Mieze Mia nervt mit ihrer Pieps-Stimme und
ihren dämlichen Texten, und die Beats rufen ebenfalls nur Entsetzen
hervor. Schamlos wird hier an einem Produkt herumdesignt, alles
wird verwurstet, was sich verkaufen könnte, auch ein David
Bowie Coversong. Gute Nacht. Wertung 3/10.