Medication Prince Valium
Locomotive Music VÖ: 01.07.2002
Mit einer EP und einem exclusiven Konzert hierzulande sorgten Medication
schon vor Wirbel, richtige Begeisterung brach aber an keiner Stelle
aus. Nun will sich die Band um Logan Mader (Machine Head, Soulfly),
Whitfield Crane (Life Of Agony) mit ihrem ersten Album beweisen.
Schwierigkeiten scheinen jedoch vorprogrammiert, der Rest der Truppe
wechselt laufend, so ist Roy Mayorga wieder zurück zu Soulfly
gegangen. Ebenfalls ungewöhnlich ist das Label der Band, Locomotive
Music aus Spanien ist nicht gerade als Heimat von amerikanischen
Metal Stars bekannt. Wer sich davon aber nicht verwirren läßt,
bekommt ein frisches und technisch hervorragendes Album, das 13
Songs zwischen Metal, Alternative und Crossover bietet. So klingen
Medication schon mal einzigartig, die Songs zeichnen sich durch
ihren Groove und die vielschichtige Stimme von Whitfield Crane aus.
Irgendwie klingt Prince Valium auch recht altmodisch,
was hier aber den besonderen Charme ausmacht. Man muss sich sicherlich
an den Stil von Medication gewöhnen, und sicherlich ist die
Band auch nicht die Innovation in Person, aber dieses Album ist
überzeugend gemacht und versprüht Charisma, und gerade
daran fehlt es heute vielen Bands. Wertung 7/10.