Master P hat mittlerweile alles erreicht und ist nicht nur Besitzer
des Firmen Imperiums New No Limit Records. Da stellt sich die Frage
was er uns mit seinem zehnten Album bieten will. Die Single Ooohhhwee
hat ja schon mal die Erwartungen geschürt, die dann aber von
den weiteren 13 Albumtracks nicht gehalten werden können. Denn
der Rest des Albums wirkt einfach uninspiriert, und vor allem die
Beats krachen fröhlich hin und her, finden aber nur selten
ihr Ziel. Genützt hat es da auch nicht, dass Master P sein
Album familiär gehalten hat, die Gastauftritte seiner Brüder
Silkk The Shocker, C-Murder und seines Sohnes Lil' Romeo überzeugen
wenig. Seinen Charme bekommt das Album eher unfreiwillig, wie auf
dem Trash-Pop Song Real Love, auf dem R&B-Sängerin
Sera-Lynn über Plastik Beats singt. Die Produzenten-Tätigkeit
von Myke Diesel, Presidential Campain und Master P kann man deshalb
wirklich nicht loben, sondern meistens nur schlecht kopiert nennen.
Begeistern können da auch nicht die vielen Samples, die nach
nicht nachvollziehbaren Gesichtspunkten ausgewählt wurden,
so More Than A Woman von den Bee Gees. Hier wird viel
ohne Konzept gemischt. Die Erwartungen kann Master P nicht erfüllen,
aber dennoch: Gameface ist ein abwechslungsreiches Album
geworden das Spaß macht wenn man keinen Anspruch fordert.
Pop eben. Wertung 4/10.