Lange hat man gewartet, oft wurde das Album verschoben. Jetzt ist
es da, bombastisch wie erwartet, mit seinen Stärken und Schwächen.
Schon das Intro Coming 2 America legt die Marschroute
fest. Fette, krachende Beats, rollende, prollige Raps. Ludacris
ist in erster Linie ein Entertainer. Die Hitsingle Area Codes
(featuring Nate Dogg) beweist, dass Ludacris das Zeug für ganz
oben hat. Auf den übrigen 17 Albumtracks zeigt er das aber
leider nur selten. Natürlich macht das Album von Anfang bis
Ende richtig Spaß, aber als so richtig brilliant kann man
das nicht bezeichnen. Word Of Mouf kann man eine Ludacris
Bastion nennen, trotz der vielen Features (I-20, Lil Wilson, Fate
Wilson, Mystikal, Sleepy Brown, Twista, u.a.) zieht er konsequent
seinen Style durch, so war er auch selbst zusammen mit Chaka Zulu
Executive Producer. Wer allerdings nur Area Codes kennt,
sollte gewarnt sein. Die anderen Songs haben wenig mit R'n'B am
Hut und bringen eher straighten New School HipHop. Einen weiteren
Hammer hält der 24-jährige Rapper aus Atlanta aber noch
bereit, Growing Pains liefert sich ein Kopf-an-Kopf
Rennen mit Area Codes. Und schon für diese beiden
Tracks lohnt sich das Album, und der Rest liegt immer noch über
dem Durchschnitt. Wertung 7/10.