Lorien Under The Waves
Instant Karma / Sony Music VÖ: 27.05.2002
Lorien machen das was man zur Zeit aus England erwartet: Melancholischer
Indie-Pop. Bands dieser Art gibt es mittlerweile wie Sand am mehr,
das Trio aus London gehört aber zu den besseren. Bereits mit
der EP Shivering Sun im Herbst 2001 konnte man auf den
Hype des britischen Magazines NME zählen. In diesem Fall sicherlich
zurecht, denn Lorien müssen sich nicht hinter den Kollegen
von Travis, Muse oder Eskobar verstecken. Anteil daran hatte sicherlich
auch Produzent Mike Hedges, der auch bei den Manic Street Preachers,
Travis und U2 für den richtigen Sound sorgte. So schwimmt man
sich auf Under The Waves durch 12 fabelhafte Klangwelten,
die in erster Linie von Fabios tiefsinnig trauriger Stimme getragen
werden. Die Drei, die ursprünglich aus Italien, England und
Island kommen, versuchen an keiner Stelle des Albums die dramatische
und bedrückende Stimmung aufzulösen. Dabei geht es textlich
leichtgängig und optimistisch zu, wenn auch nie zu offen oder
überschwänglich. Im Gesamten bleibt ein herausragendes
Pop Album mit größtenteils grandiosen Melodien, jedoch
fehlt Lorien meist der eigene Klang. Wertung 8/10.