Lisi aka Purple Haze Wild
BMG Berlin VÖ: 21.01.2002
Lisi ist cool, wahrscheinlich zu cool. Ihr Album glänzt durch
Coolness, aber nicht durch Rap und Musik, vielleicht sind ihr die
Supportgigs für Outkast und Cappadonna zu Kopfe gestiegen.
Die toughe Rapperin (Jahrgang 1982) aus Berlin scheint die Weisheit
mit Löffeln gefressen zu haben, dabei hätte sie aber besser
etwas mehr Zeit mit üben verbringen sollen, ehe sie diese wirklich
wilde Debütalbum auf den Markt geworfen hat. Gesignt wurde
sie von BMG Berlin, wahrscheinlich wegen ihrer Stimme, denn die
hat wirklich was. Ansonsten bietet das Album auch eine gute Produktion,
die Beats sind hart und gefallen. Textlich ist das was Lisi abgibt
aber fast immer eine Katastrophe, dazu wird sie von ihren Features
(4x Janett, Stevie, Mo und Vanessa Mason) stets weggeburnt. Insgesamt
bleibt hier ein langweiliges, unnötig aggressives und nerviges
Album, bei dem nur wenige Songs Spaß und Lust auf mehr machen.
Potenzial mag Lisi besitzen, und vielleicht wird sich das auch noch
entwicklen, jung ist sie ja noch. Wertung 3/10.